Schimmel im Winter

Richtig heizen und lüften im Winter hilft Schimmel zu vermeiden

Im Winter kommt es vermehrt zur Schimmelpilzbildung, besonders an Außenwänden mit schlechter Wärmedämmung. An der im Vergleich zur Raumtemperatur kühlen Außenwand sammelt sich Feuchtigkeit, die von der warmen Raumluft abgegeben wird. Diese Feuchtigkeit ist in Kombination mit der Tapete und der häufig verwendeten Dispersionsfarbe ein idealer Nährboden für Schimmel.

Schimmel im Winter Richtig heizen und lüften - gegen den Schimmel im Winter

Es gibt verschieden Möglichkeiten, der Schimmelpilzgefahr vorzubeugen.

1. Richtig lüften

In vielen Fällen kann schon ein angepasstes Lüftungsverhalten im Winter Abhilfe schaffen. Durch das Lüften wird warme Luft nach außen und kalte nach innen transportiert.

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Bei warmer Raumluft steigt dadurch das Risiko, dass sich freies Wasser auf der kalten Außenwand niederschlägt.

Wichtig ist, dass Sie im Winter nur Stoßlüften, dadurch wird ein weiteres Abkühlen der Innenseite der Außenwand verhindert. Durch angemessenes Lüften, kann im Winter viel Feuchtigkeit  aus der Wohnung transportiert werden und die Gefahr das Schimmelpilze sich ausbreiten sinkt.

2. Richtig heizen

Richtiges Heizen wird die Problematik weiter entschärfen. In Zimmern mit Außenwänden, sollte ein möglichst  geringer Temperaturunterschied,  zwischen  Raumluft und Außenwand bestehen.

Bei wenig beheizten Zimmern (Abstellkammer, Gästezimmer), sollte die Raumtemperatur nicht unter 16° fallen. Ideal bezüglich der Verhinderung von Schimmelbefall, ist eine gleichmäßig  durchgeheizte Wohnung. Wollen Sie dennoch in wenig genutzten Räumen Energie sparen, sollten Sie darauf achten, dass die Türen immer geschlossen sind. Dadurch dringt möglichst wenig warme und feuchte Luft ein.

Bei normal beheizten Zimmern, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Wände nachts oder bei längerer Abwesenheit nicht auskühlen lassen. Das wieder Aufwärmen der ausgekühlten Wände ist in der Regel sehr energieintensiv und es sammelt sich schnell Kondenswasser an den Wänden. Die vermeintliche Ersparnis durch das starke runterdrehen der Heizung, führt dann schnell zu Mehrkosten und Schimmelbefall, statt zu Einsparungen.

3. Mineralische Anstriche

Eine günstige Variante das Schimmelrisiko weiter zu minimieren, ist Tapete und Dispersionsfarbe durch mineralische Anstriche oder Beschichtungen zu ersetzen. Diese können etwas Feuchtigkeit aufnehmen und die Gefahr durch Freies Wasser und daraus resultierender Schimmelbildung sinkt.

4. Dämmung

Eine wirksame, jedoch auch aufwändige und kostenintensive  Methode, ist die Außenwände zu dämmen. Durch die Dämmung wird die Innenseite der Außenwand wärmer gehalten, wodurch der Temperaturunterschied zwischen der Außenwand und der Raumluft geringer wird und sich weniger Feuchtigkeit an der Wand sammelt. Außendämmungen gibt es in zahlreichen Varianten unter Einsatz der verschiedensten Materialien, wie z.B. Kork, Steinwolle, Styrodur etc.. Manchmal kann eine Wand allerdings nicht von außen gedämmt werden, zum Beispiel bei einem denkmalgeschützten Gebäude. In so einem Fall bietet sich z.B. eine Korkinnendämmung an.


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